1 x 1 der ERLEUCHTUNG für Dummies

1)
Es gibt den unbewegten Beweger, – in der yogischen Terminologie SHIVA genannt -, und es gibt das Bewegte, in der yogischen Terminologie als SHAKTI bekannt -.

In der westlichen Terminologie ist das am ehesten unter die Begriffe GEIST und NATUR zu subsumieren (siehe Bateson)

2)
SHIVA braucht SHAKTI, um etwas zu bewegen und SHAKTI braucht SHIVA, um von etwas bewegt zu sein. Shiva und Shakti sind existentiell nicht voneinander abhängig, aber funktionell sind sie voneinander abhängig. In der yogischen Überlieferung finden wir das in den Abbildungen Shivas, in denen er halb Mann und halb Frau ist. Shiva ist mit Shakti unvereint vereint, d.h. sie sind eins und gleichzeitig auch zwei.

In der westlichen Kultur haben wir Geist und Natur nicht nur voneinander abgespalten, sondern auch im GleichWERT / GleichGEWICHT einseitig zu Lasten der Natur verschoben.

3)
Das Maß der Erleuchtung findet sich im Moment-zu-Moment-Maß des Eins-Seins mit dem unbewegten Beweger, wovon das Vermögen in regungsloser Stille zu SEIN den Beweis liefert.

In der westlichen Kultur ist das Phänomen regungsloser Stille nur noch bei den Tieren zu finden.

4)
Der Zugang zum unbewegten Beweger findet sich NUR über den Shiva, der halb Mann, halb Frau ist, d.h. über die eigene, innere Einheit der männlichen und weiblichen Energie, – in der yogischen Terminologie als Ida und Pingala dargestellt -.

Für unsere westliche Kultur bedeutet das, dass wir
4.1)
den abgespaltenen Teil re-integrieren müssen (bei dem einen ist es der “Vater” GEIST, bei dem anderen die “Mutter” NATUR) und dass wir
4.2)
den re-integrierten Teil mit dem bereits integrierten Teil in uns in Balance bringen müssen, wovon der GleichWERT / das GleichGEWICHT beider das Maß ist.

5)
Nur über den Zugang zum unbewegten Beweger findet eine TRANS-FORMation statt, d.h. die Identifikation mit dem Bewegten (er)löst sich zu Gunsten einer Identifikation mit dem unbewegten Beweger, der mit dem Bewegten nach wie vor unvereint vereint ist (s.o.).

In der westlichen Kultur wird der Begriff Transformation vielfach missbraucht, in dem fragwürdige Methoden im Austausch gegen viel Geld als transformativ bezeichnet werden, ohne dass diese auch tatsächlich transformativ sind.

Transformation geht durch den Körper über den Körper hinaus. Alles, was im Körperlichen stecken bleibt, ohne darüber hinaus zu führen, ist vielleicht Veränderung, aber eben NICHT Transformation.

6)
Transformation ist das Tor in die TRANSZENDENZ, die im Bewegten als pure Ekstase und Glückseligkeit erlebt wird; und die im Unbewegten als EinsSein mit dem gesamten Kosmos erfahren ist.

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